Am heutigen 1. April 2026 wird in Deutschland das neue Tankstellengesetz in Kraft gesetzt. Damit wird ein zentraler Teil des sogenannten Kraftstoffmaßnahmenpakets umgesetzt, welches von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Durch diese gesetzlichen Anpassungen soll den starken Preisschwankungen an den Zapfsäulen entgegengewirkt und eine weitreichende Transparenz auf dem Kraftstoffmarkt geschaffen werden:

 

Die 12-Uhr-Regelung: Preiserhöhungen werden limitiert

Als wichtigste Neuerung wird ab sofort die Häufigkeit von Preisanstiegen reguliert. Kraftstoffpreise dürfen von den Tankstellenbetreibern nur noch exakt einmal am Tag angehoben werden. Als fester Zeitpunkt für diese erlaubte Erhöhung wurde 12:00 Uhr mittags gesetzlich verankert. Weitere Preisaufschläge im Laufe desselben Tages werden somit strikt untersagt.

 

Preissenkungen können jederzeit vorgenommen werden

Von der neuen Limitierung sind Preisreduzierungen explizit ausgenommen. Nach unten hin darf der Literpreis weiterhin zu jedem beliebigen Zeitpunkt korrigiert werden. Dadurch wird bezweckt, dass sinkende Beschaffungskosten unmittelbar an der Zapfsäule weitergegeben werden können.

 

Strenge Kontrollen und Sanktionen werden eingeführt

Die Einhaltung der neuen Verordnung wird ab sofort durch das Bundeskartellamt überwacht. Es wurden erweiterte Kontrollrechte eingeräumt, um Marktverstöße zügig aufzudecken. Sollten Zuwiderhandlungen festgestellt werden, können empfindliche Bußgelder verhängt werden. Hierbei wird ein Strafmaß von bis zu 100.000 Euro pro Verstoß gesetzlich vorgesehen. Durch die Orientierung am österreichischen Vorbild, wo diese Regelung bereits seit 15 Jahren angewendet wird, wird auf einen disziplinierenden Effekt auf die Mineralölkonzerne gehofft.

 

Wie werden die Tank-Rhythmen beeinflusst?

Es wird davon ausgegangen, dass die bisherigen Rhythmen an den Tankstellen durch die neuen Vorgaben deutlich verschoben werden. Da Preisanstiege ausschließlich um die Mittagszeit durchgeführt werden dürfen, wird der frühe Morgen tendenziell nicht mehr die teuerste Tageszeit sein. Es wird vielmehr erwartet, dass die Preise bis 12:00 Uhr schrittweise gesenkt werden, bevor der tägliche Preissprung durchgesetzt wird. Somit wird der Zeitraum kurz vor Mittag voraussichtlich als der günstigste Moment zum Tanken identifiziert werden.

 

Auf spritpreise.jetzt werden die aktuellen Preisentwicklungen und die Auswirkungen des neuen Gesetzes selbstverständlich weiterhin in Echtzeit analysiert und datenbasiert zur Verfügung gestellt.

Die Anzahl täglicher Preiserhöhungen und -senkungen wird bereits auf unserer Startseite angezeigt: Preisänderungen - spritpreise.jetzt